Trainingswoche der Circ’ A Holix 24.10.-29.10.

In der zweiten Ferienwoche vom 24. bis 29. Oktober haben sich 20 Mitglieder des Niedersächsischen Jugendzirkus, die Circ’ A Holix, unter der Leitung eines erfahrenen Teams von ehemaligen Teilnehmern, eine Woche lang in der Turnhalle des Franziskusgymnasiums in Lingen einquartiert, um ihrem neuen Programm „Jugendbewegungen“ den letzten Schliff zu geben. Seit dem “Wandervogel” (die erste Jugendbewegung in Deutschland) hat sich viel verändert. Doch der Wunsch nach etablierter Jugend- Kultur und Bewegung ist nach wie vor da. Die Circ`A Holix haben zu diesem Thema ihre ganz eigene Interpretation und Ausdrucksweise gefunden, die sie nun in ihrer umfassenden Werkschau in der Turnhalle präsentierten. Im Intro begegnen sich Jugendliche zu ganz verschiedenen Musikeinspielungen; sie suchen nach Orientierung und Zugehörigkeit, die die meisten von ihnen durch die Mainstream- Musik finden und so dann der Hauptgruppe angehören. Andere bleiben einzeln am Rand. Wenig später wird die „Bewegung Facebook“ und ihre Nutzer, die auf diese Weise miteinander kommunizieren, durch präzise akrobatische Figuren symbolisiert. Es wird gechattet und sich zur Party verabredet. Getränkeflaschen (Jonglierkeulen) und viele Cocktailgläser (Diabolos) werden organisiert und dann sehr dynamisch und virtuos benutzt; viele hochkarätige Jongliereinlagen werden theatral dargeboten. Dass die Jugend heute sehr modebewusst ist, ist wohl bekannt. Doch dass Schaufensterpuppen ein artistisches Eigenleben führen und es sie nach oben zu den Sternen zieht (Vertikaltuchartistik), ist wohl nur bei den „Circ`A Holix“ möglich gewesen, die mit ihrem facettenreichen Programm das Publikum begeisterten. Die jungen Artisten verfügen über ein ausgezeichnetes zirzensisches Vermögen und eine gute Bühnenpräsenz, mit der sie viel Einblick ermöglichten, in das, was junge Menschen heutzutage bewegt.


 

(Auszüge aus dem Zeitungsartikel “Der Jugendbewegung den letzten Schliff gegeben - Circ`A Holix begeisterte mit neuem Programm”

von Meike Blunk/ Lingener Tagespost)