Rückblick: Was uns bewegt = What makes us move
Gemeinsam mit der Kulturhauptstadt Tallinn 2011 und der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung (LKJ) haben die LAG und CircO Hannover im Sommer zwei große Projekte gemacht. Beide Male waren Jugendliche des Circus in Beweging (Belgien), des Zirkus Elleboog (Holland), des Albert and Friends Instant Circus (England), des Tskirkusstudio Folie (Estland), der Salpaus Zirkusschule (Finnland) und Jugendliche aus unseren niedersächsischen Gruppen beteiligt. In jedem der beteiligten Länder findet jeweils ein Treffen aller Beteiligten statt.
1. Das Treffen in Hannover vom 20. bis 28. Juli
Insgesamt fast 100 Teilnehmer/innen haben in den Räumen des CircO Hannover und der IGS Hannover Linden trainiert und wurden von der Mensa der Schule verpflegt. Übernachtet wurde in der Jugendherberge am Maschsee. In den ersten Tagen stand das Training in verschiedenen Workshops im Mittelpunkt. Das Angebot reichte von Akrobatik über Jonglage bis zu Tuch und Seiltanz. Die Teilnehmer waren begeistert von der Qualität des Angebots und der Referenten. Das Organisationsteam des CircO hatte für Ansprechpartner für jede Gruppe gesorgt, für die Teilnehmer/innen waren Fahrräder organisiert, das Organisationsbüro war ständig besetzt, sodass alles reibungslos lief. Nur einige ausländische Teilnehmer mussten ab und zu wieder eingesammelt werden, wenn sie sich mit ihren Rädern in Hannover verfahren hatten. Das GOP hatte am Freitagabend alle zu einem Besuch eingeladen. „Talents“ zeigten ein überzeugendes Programm. Das beste, was es seit langem im GOP gegeben hat, war die einhellige Meinung der Hannoveraner. Höhepunkt war dann das „Fest für junge Leute“ im großen Garten. Hunderte von Besuchern sorgten für eine Atmosphäre wie beim richtigen „Kleinen Fest“, das gemeinsam am letzten Abend besucht wurde. Auf zehn Bühnen präsentierten die beteiligten Gruppen ihre 20minütigen Programme und das Publikum wechselte von Bühne zu Bühne. Zum Rahmenprogramm gehörten dazu noch ein nachmittägliches Picknick im Georgengarten und natürlich ein großes Abschiedsfest im Freizeitheim Linden. Unser Beitrag zu dem Projekt „What makes us move“ ist also rundum gelungen. Jede der beteiligten Gruppen war aufgefordert ihr besonderes Profil zum Ausdruck zu bringen. Unsere besondere Stärke ist das Denken in Netzwerken und die Kooperation verschiedener Partner. So laden wir nicht als eine autonome Zirkusgruppe andere Gruppen ein, sondern die Netzwerke der LAG, des CircO und der LKJ Niedersachsen unterstützen sich bei der Vorbereitung und Durchführung. Auch das Angebot der Workshops soll die Jugendlichen der verschiedenen Gruppen zusammen bringen und das Fest für junge Leute gibt allen Beteiligten ein besonderen Aufführungsort, der sonst den Profis des „Kleinen Festes“ vorbehalten ist.
2. Das Festival in Tallinn vom 4. bis 14. August
Nur eine Woche später sind die Gruppen schon wieder zusammen. Aus Niedersachsen hatten wir (in Konkurrenz zur EJC in München) eine Gruppe zusammengestellt, die aus erfahrenen Jugendlichen bestand. In Tallinn sollte ein richtiges Festival stattfinden und jede Gruppe war gebeten worden ein möglichst gutes Zirkusprogramm mitzubringen. So fuhren wir los mit Shahriar, dem Yogaakrobaten, Leon und Nemo, den Jongleuren, Svenja am Marimbaphon, Yasemin am Tuch, Martin, der mittlerweile an der Zirkusschule Fontys lernt, am Pole, mit den Akrobatinnen Lisa und Jana, mit Julia und ihrer Schwester Jamu als Einradfahrerinnen, mit Tim, dem ausgebildeten Tuch und Tanzartisten, mit Sophia und Maren, die für die Moderation sorgen sollten.
Das Programm stand noch nicht, nur die Idee war schon da und in Tallinn sollte die Show einstudiert werden. Am Ende gab es große Begeisterung von mehr als 600 Zuschauern im Zirkuszelt und das Konzept war aufgegangen. Wermutstropfen war, dass die Akrobatinnen wegen einer Verletzung von Jana nicht auftreten konnten. Ansonsten hat das Programm in Tallinn alle ziemlich auf Trab gehalten: Täglich gab es wechselnde Shows der beteiligten Gruppen zu sehen. Die Zuschauer, die durch den wunderbaren Park herbeiströmten, wollten durch wechselnde Walk-acts unterhalten werden. Es gab ein umfangreiches Workshopangebot und außerdem musste zwischendurch das Programm noch einstudiert werden.
Dies Projekt wurde gefördert von:
Bürgerstiftung Hannover
Ministerium für Wissenschaft und Kultur
EU GD Bildung und Kultur Programm Kultur
Stadt Hannover, FB Bildung und Qualifizierung
Kleines Fest
